Marcelino-Nachfolge geklärt: Michel übernimmt

February 6th, 2012

Am Sonntag unterlag der FC Sevilla dem abstiegsbedrohten FC Villarreal mit 1:2. Diese Niederlage besiegelte das Ende von Trainer Marcelino. Der 46-Jährige wurde am Montag entlassen. Erst zu Saisonbeginn hatte er die Nachfolge von Gregorio Manzano als Trainer der Andalusier übernommen. Ein neuer Mann steht auch schon in den Startlöchern – Michel wird das Amt übernehmen.

Nach sieben sieglosen Spielen in Serie zogen die Verantwortlichen des FC Sevilla die Reißleine und trennten sich von Trainer Marcelino. Nur zwei Punkte holte Sevilla in diesem Zeitraum und rutschte bis auf Rang elf in der Tabelle ab. Das Ziel Champions League rückte damit in weite Ferne.

In einer Erklärung bedauerte der Klub die Entscheidung, sich von dem Trainer nach nur sieben Monaten Amtszeit zu trennen. Sie sei aber aufgrund der Erfolglosigkeit unumgänglich.

Ein Nachfolger ist bereits gefunden. Michel, Ex-Trainer von Getafe, wird die Andalusier übernehmen. Der 48-Jährige wird am Dienstag offiziell vorgestellt und soll dann das Training übernehmen. Laut spanischen Medienberichten läuft sein Vertrag bis Saisonende. Sollte Sevilla in die Champions League einziehen, verlängert sich der Kontrakt automatisch. Bis dahin ist es aber aktuell noch ein langer Weg für Sevilla. Am kommenden Montag geht es für Trochowski & Co. erstmal ins Baskenland zu Real Sociedad.

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Granada sieht wieder Land – und Demichelis Rot

February 6th, 2012

Am Montagabend holte sich Granada gegen Malaga den zweiten Dreier in Folge. Diego verpasste es am Sonntag mit Atletico, den Rückstand auf Valencia zu verkürzen. Alles beim Alten indes im Titelkampf der "Primera": Nachdem sich Bilbao und Espanyol einen wilden Schlagabtausch geliefert hatten, kam Real zu einem Arbeitssieg beim FC Getafe. Nicht wesentlich souveräner agierte der mit zahlreichen Nachwuchsakteuren angetretene FC Barcelona – 2:1 gegen San Sebastian.

Abel Resino scheint bei Granada die richtigen Knöpfe gedrückt zu haben. Nach seinem gelungenen Debüt bei Betis (2:1) gewann der Aufsteiger überraschenderweise auch beim EL-Aspiranten FC Malaga mit dem selben Ergebnis. Die erste Hälfte verlief ausgeglichen und torlos, Zählbares sprang für beide Teams erst im zweiten Abschnitt heraus. Der Nigerianer Ighalo traf in der 57. Minute zur Führung für die Hausherren, Rondon (68.) brachte die Andalusier jedoch nach einem schönen Spielzug schnell zurück ins Spiel. Granada ließ nicht locker: Keeper Baballero wehrte den Schuss von Siqueira vor die Füße von Kapitän Inigo Lopez ab, der Innenvertediger staubte zum 2:1 ab (81.). Zu allem Überfluss für Malaga musste der Ex-Münchner Demichelis nach einer unnötig harten Grätsche an der Außenlinie mit Rot vom Platz (84.). Granada kletterte durch den zweiten Sieg in Folge in der Tabelle auf Rang 14, Malaga bleibt auf Rang 8 kleben.

Die Siegesserie von Atletico Madrid ist erst einmal gestoppt. Die Colchoneros kamen mit dem neuen Tainer Cholo Simeone gegen Valencia nur zu einem torlosen Remis. Der Tabellendritte schwächelt derzeit, holte erst den vierten Punkt aus den vergangenen fünf Ligaspielen. Aber die Emery-Elf verteidigte im Vicente Calderon immerhin den Sieben-Punkte-Vorsprung auf Diego & Co.

Der FC Sevilla unterlag auch im Krisen-Duell gegen Villarreal: Was in der Vorsaison noch ein Spitzenduell war, ist dieser Tage ziemliche Tristesse. Das 1:2 ist schon das siebte Spiel in Folge ohne Dreier für die Andalusier. Trainer Marcelino gerät immer weiter unter Druck. Borja Valeros Führung für Villarreal glich Mannschaftskollege Bruno per Eigentor aus, den Siegtreffer erzielte Camunas. Villarreal verlässt durch den Erfolg immerhin die Abstiegsplätze.

Piqué, Abidal, Busquets, Sanchez und Xavi – sie alle fanden sich gegen Real Sociedad auf der prominenten Barça-Bank wieder. Nachwuchsakteure wie Thiago, Jonathan dos Santos, Cuenca und Tello standen in der Startelf – und die "nächste Generation" der Katalanen machte ihre Hausaufgaben recht ordentlich. Vor allem Tello: Der 20-Jährige traf bei seinem Startelfdebüt nach feinem Zuspiel von Messi zur Führung, indem er das Leder mit der Sohle an Keeper Bravo vorbeistreichelte (9.). Thiago (19.) und Cesc (26.) vergaben hingegen gute Gelegenheiten, so dass Barça länger als nötig um den Sieg zittern musste – zumal Valdes wie schon zu Beginn der Partie gegen Ifran kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte gegen Griezmann sein ganzes Können zeigen musste (50.).

Anschließend versiebte Barça wieder Hochkaräter. Messi hatte Bravo schon umspielt, kam aber nicht an Abwehrmann Inigio Martinez vorbei (64.). Fünf Minuten später scheiterte Cuenca an der Latte und Tello daran, dass Alves dessen Nachschuss auf der Linie noch berührte und dies zu einer Abseitsposition führte. In der 73. Minute hatte dann Messi genug. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld bezwang er Bravo aus kurzer Distanz. Alles entschieden? Von wegen. Im direkten Gegenzug traf Vela nach klasse Zuspiel von Griezmann zum 1:2. Es blieb bis zum Schluss eine enge Geschichte für Barça, zumal Real Sociedad in der Schlussphase alles nach vorne warf und die Katalanen durch eine Verletzung von Busquets gehandicapt wurden. Die Basken schafften es aber nicht mehr, Barcelona noch einmal ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Dass man beim FC Getafe durchaus als Spitzenmannschaft verlieren kann, bekam der FC Barcelona schon zu spüren. Die Katalanen unterlagen Ende November mit 0:1 bei dem Team aus dem Madrider Vorort. Real Madrid machte es am Samstagabend besser, auch wenn die Königlichen dabei nicht vollends überzeugen konnten. Letztlich reichte eine Ecke von Özil und ein wuchtiger Kopfball von Sergio Ramos in der 18. Minute, um bei Getafe zu bestehen.

Die Hausherren zeigten durchaus hute Ansätze, doch klare Torchancen gegen die konzentrierte Real-Defensive blieben aus. In der 71. Minute forderte Getafe Elfmeter, als Pepe aus kurzer Distanz einen Schuss von Diego Castro abwehrte, doch Referee Ayza Gámez hatte keine Absicht erkannt. Real fuhr somit den sechsten Sieg in Folge ein – auch ohne Sami Khedira, der trotz Trainings unter der Woche nicht im Kader stand.

Hin und her ging es im San Mames zwischen den EL-ambitionierten Teams von Bilbao und Espanyol. Den besseren Beginn in einer flotten und chancenreichen Begegnung hatten die baskischen Hausherren, de Marcos traf in der 26. Minute zur Führung. Mittels zweier Fernschüsse drehte Espanyol den Spieß jedoch um, Romaric (33.) und kurz nach der Pause Weiss (48.) waren die Absender. Spiel gedreht – doch das traf 17 Minuten später auch auf die Basken zu. Nicht aus der Distanz, dafür aber mit Köpfchen trafen Torjäger Llorente (58.) und Javi Martinez (65.). Mit dem Selbstbewusstsein von sechs Ligaspielen ohne Niederlage ging Espanyol noch einmal in die Vollen. Und tatsächlich: Albin traf in der Nachspielzeit zum letztlich verdienten 3:3 in einem verrückten Primera-Spiel.

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Reds bleiben die Heimremis-Könige

February 6th, 2012

Der FC Liverpool kam zuhause gegen Tottenham nur zu einem Punkt und verlor dadurch im Kampf um Platz fünf an Boden. An der Tabellenspitze hatte ManCity vorgelegt, ManUnited konnte nicht nachziehen – holte am Sonntag im Topspiel beim FC Chelsea aber einen Punkt, der sich mindestens wie deren drei anfühlte. Zuvor hatte Newcastle den Druck auf die Blues in Sachen Champions-League-Quali zusätzlich erhöht – Ba und Cissé trafen gleich wieder.

Am Montagabend beendete der Tabellendritte Tottenham Hotspur mit dem Spiel beim FC Liverpool den 24. Spieltag. Die "Reds" müssen ebenso wie der FC Arsenal in dieser Saison offenbar um die Teilnahme am internationalen Geschäft kämpfen, was vor allem an ihrer Heimschwäche liegt: Zwar blieb Liverpool an der Anfield Road bislang noch unbesiegt, allerdings gelangen vor dem Kracher mit den Londonern in elf Spielen bei sieben Remis auch nur vier Siege.

Und auch gegen die Spurs schien der gegnerische Kasten wie vernagelt für Liverpool. Das Team von Kenny Dalglish drückte fast über das gesamte Spiel hinweg in Richtung Tor von Brad Friedel – nur wollte der Ball nicht ins Netz. Da half auch die Einwechslung von Luis Suarez, der zuletzt acht Spiele gesperrt gefehlt hatte, nichts. Zahlreiche gute Chancen ließen Gerrard & Co ungenutzt liegen, sodass sie sich am Ende mit einem Punkt begnügen mussten. Das Ergebnis dürfte nach dem Geschmack der Londoner gewesen sein, die mit ihrer defensiven Spielweise ziemlich klar machten, dass sie die Reds nur auf Distanz halten wollten – was ihnen am Ende auch gelungen ist. Tottenham bleibt auf Platz drei und hat weiterhin elf Punkte Vorsprung auf Liverpool. Die Reds ihrerseits haben nun drei Zähler Rückstand auf Platz fünf und Newcastle United.

Auf dem Papier ein Patzer, mental ein Triumph: Manchester United hat beim FC Chelsea Stehaufmännchen-Qualitäten bewiesen und nach 0:3-Rückstand noch ein 3:3 erhascht. Zwar ist die Bridge-Blockade (kein Sieg bei den Blues seit zehn Jahren) nicht beendet und Tabellenführer ManCity wieder auf zwei Punkte enteilt – als Sieger fühlte sich nach dem Topspiel am Sonntag aber naturgemäß nur die Ferguson-Truppe. Chelsea, ohne Terry (Knieprobleme) und Cole (Gelb-Rot-Sperre – erste Absenz seit April 2010!), aber mit "Torlos-Torres", der mal wieder die 1000-Minuten-Marke geknackt hatte, muss um die Champions-League-Qualifikation bangen. Newcastle und Arsenal rücken näher.

Die intensive, aber (noch) nicht unbedingt hochklassige erste Hälfte war geprägt von Uniteds klarer Überlegenheit – und Chelseas Führungstor: Sturridge zog am kurzen Pfosten locker an Evra vorbei und schoss Evans an, der nicht viel für sein Eigentor konnte (36.). Zuvor hatten die Blues allerdings zweimal Glück: erst, als Bosingwas Einsteigen gegen Young keinen Elfmeter bedeutete (9.), dann, als Neuzugang Cahill als letzter Mann Welbeck an der Sechzehnergrenze von den Beinen holte (11.). Elfmeter gab es nicht, die Rote Karte blieb stecken. Vor allem nach dem 0:1 stürmte nur United, Cech reagierte aber bei den Schüssen von Rückkehrer Young, Welbeck und dem wiedergenesenen Rooney stark.

Die Gäste waren also eigentlich noch voll im Spiel, als der Wiederanpfiff ertönte – doch der nächste Nackenschlag ließ nur 24 Sekunden auf sich warten. Dann nutzte Torres den großzügigen Freiraum zu einer scharfen Flanke an den Fünfer, die Juan Mata krachend per Volleyschuss unter die Latte nagelte. Eine spanische Kombination deluxe, Landsmann de Gea im United-Tor war chancenlos. Ebenso beim 3:0, das nur vier Minuten später fiel: Matas Freistoßflanke köpfte David Luiz ohne echte Gegenwehr von Ferdinand in die Maschen.

0:3 – war's das? Nicht ganz, in Minute 84 war der Rückstand egalisiert! Zunächst verwandelte Rooney zwei Foulelfmeter (58., 68.), von denen der zweite in der Entstehung nicht eindeutig war. Beim ersten hatte Sturridge Evra übermotiviert gestoppt, beim zweiten Welbeck einen Ivanovic-Ausrutscher gerne angenommen. Der eingewechselte Hernandez vollendete schließlich die Aufholjagd nach Giggs' Flanke per Kopf. Wertlos wäre all das aber gewesen, wenn der viel kritisierte de Gea nicht in der Nachspielzeit einen perfekten Mata-Freistoß einfach nur sensationell aus dem Winkel geholt hätte. Der würdige Abschluss eines würdigen Topspiels.

Einen neuen Demba liebgewonnen, eine Abwehrstütze verloren: Newcastle United hat den 2:1-Sieg gegen Aston Villa am Sonntag teuer bezahlt. Demba Ba (30.) und der früh eingewechselte Ex-Freiburger Papiss Demba Cissé sorgten für die Tore, Letzterer setzte mit einem tollen Abschluss von der Strafraumgrenze aus gleich ein Zeichen beim Premier-League-Debüt (71.). Sekundenbruchteile vor dem 1:0 senste allerdings Warnock Newcastle-Verteidiger Ryan Taylor rüde um. Der Gefoulte musste nach langer Behandlung mit einer offenbar schweren Knieverletzung und großen Schmerzen vom Feld getragen werden. Trotzdem: Dank des neuen senegalesischen Traumsturms bleibt Newcastle in Sachen Champions League im Rennen.

Manchester City hat vor dem Topspiel am Sonntag gegen den Lokalrivalen Manchester United erfolgreich vorgelegt und den FC Fulham mit 3:0 besiegt. Schon nach zehn Minuten verwandelte Sergio Aguero mit einem platzierten Schuss einen sehr fragwürdigen Foulelfmeter, den zuvor Chris Baird an Adam Johnson verursacht hatte. Baird war auch beim nächsten Tor für die Citizens unglücklich beteiligt: Johnson versuchte es aus spitzem Winkel mit einer Mischung aus Torschuss und Flanke, der nordirische Abwehrspieler lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor (30.). Anschließend tat ManCity nicht mehr als nötig, es blieb bis zur Pause beim 2:0.

Die zweite Hälfte litt dann unter den stärker werdenden Schneefällen. Mehrmals musste die Partie unterbrochen werden, damit zumindest die Linienbegrenzungen freigeräumt werden konnten. Das Kombinationsspiel litt unter den schneebedeckten Rasen. Dzeko machte nach schönem Dribbling von Aguero schließlich alles klar.

Zum Auftakt des Spieltages schoss sich der FC Arsenal schon am frühen Samstagnachmittag den Frust über den bisher enttäuschenden Saisonverlauf regelrecht von der Seele und schickte die Blackburn Rovers gleich mit 7:1 nach Hause. Robin van Persie eröffnete den Torreigen schon in der 2. Minute und erzielte zudem noch zwei weitere Treffer. Erleichtert wurde der Kantersieg der "Gunners" allerdings durch den Platzverweis für Blackburns Abwehrspieler Gael Givet, der nach einem groben Foul an van Persie beim Stande von 3:1 mit Rot vom Platz musste.

Anschließend standen vor allem die Teams aus den unteren Tabellenregionen im Mittelpunkt. Schlusslicht Wigan Athletic musste in der Schlussphase gegen den FC Everton noch den 1:1-Ausgleich hinnehmen, die Wolverhampton Wanderers verließen durch ein 2:1 bei den Queens Park Rangers die Absteigsränge. Dagegen rutschten die Bolton Wanderers durch ein 0:2 beim guten Aufsteiger Norwich City unter den Strich.

Weiterhin unterlag West Bromwich Albion gegen Swansea City mit 1:2 und Stoke City gegen den AFC Sunderland 0:1. Der deutsche Ex-Nationalspieler Robert Huth (Stoke) sah in der 45. Minute die Rote Karte für ein grobes Foul an David Meyler. Gegen diese legte Stoke aber nun Protest ein. "Ich dachte sofort, dass das in eine Million Jahren kein Platzverweis war, und als ich in der Kabine mit Huthy gesprochen habe, hat er mir das Gleiche gesagt", meinte Huths Mitspieler Jonathan Woodgate.

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Verdacht auf Halswirbelverletzung bei Müller

February 6th, 2012

Energie Cottbus hat beim Montagsspiel in München nicht nur die Punkte verloren (0:2), sondern auch Christian Müller. Der 27-Jährige musste noch im ersten Durchgang nach einem unglücklichen Zusammenprall ausgewechselt werden und wurde dann umgehend mit einer Halswirbelverletzung in die nächste Klinik gebracht.

Der Cottbuser war bei einem Luftduell unglücklich mit dem Münchner Djordje Rakic zusammengeprallt und hatte sich dabei am Hals verletzt. Müller biss zwar auf die Zähne und machte weiter, nach sieben Minuten zeigte er jedoch an, dass es nicht weiter gehen würde. Er ließ den Ball ins Seitenaus rollen und griff sich in den Nacken.

Die medizinische Abteilung der Cottbuser kümmerte sich umgehend um den Mittelfeldmann, der an der Seitenlinie auf den Boden sank, allerdings bei Bewusstsein blieb. Nachdem er stabilisiert und von einem Notarzt untersucht wurde, brachte man ihn mit Verdacht auf eine Halswirbelverletzung in eine Münchner Klinik. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

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Löwe Lauth verdirbt Bommers Cottbus-Debüt

February 6th, 2012

Am Montagabend musste sich Cottbus' neuer Trainer Rudi Bommer bei 1860 München geschlagen geben. Eintracht Frankfurt hat derweil die Nackenschläge für Düsseldorf, Fürth und St. Pauli genutzt und sich mit dem 2:1 gegen Braunschweig im Aufstiegsrennen vollauf zurückgemeldet. Im Keller jubelte der KSC über die ersten Punkte unter Jörn Andersen – und einen forschen Teenager. Paderborn mischt derweil weiter munter oben mit.

Am Montagabend debütierte der neue Cottbus-Coach Rudi Bommer zum Abschluss des 20. Spieltages bei 1860 München. Zu holen gab es für den Ex-Trainer der Löwen in der eisig kalten Allianz-Arena (-13 Grad) nichts. Die Hausherren erspielten sich ein leichtes Übergewicht, Chancen sprangen zunächst aber kaum heraus. Das sollte sich ändern. In der 35. Minute war Lauth mit dem Kopf zur Stelle. Kirschbaum hatte sich ein Stück zu weit vor das Tor gewagt, das Leder flog über ihn hinweg. Auch wenn Energie nicht aufsteckte und durch Adlung (42., an den Pfosten) eine sehr gute Gelegenheit besaß – deutlich mehr Chancen hatten die Löwen. Auch im zweiten Abschnitt: Volland hätte nach klasse Vorarbeit von Bierofka in der 67. Minute das 2:0 erzielen müssen, setzte das Leder jedoch zum Entsetzen der eigenen Fans vor dem leeren Tor an den Pfosten. Auch der eingewechselte Winterneuzugang Nicu (72., Kopfball) traf nur das Aluminium, diesmal war's die Latte.

1860 ging auch weiterhin äußerst schlampig mit den zahlreichen Gelegenheiten um und wäre fast nach Möhrles Versuch bestraft worden. Doch Kiraly hielt den verdeckten Schuss (86.) und Lauth machte nach einem Konter in der Schlussminute per Abstauber alles klar. Nichts war es also mit der Revanche für die 0:5-Hinspielpleite.

In der Bundesliga spricht mancher von den fantastischen Vier, im Unterhaus sind noch fünf Mannschaften ganz oben eng beieinander. Mit Düsseldorf, Fürth und St. Pauli patzte jedoch ein Trio am Wochenende – neben Paderborn wusste das auch Eintracht Frankfurt zu nutzen. Die Hessen bewiesen gegen Braunschweig am Sonntag ihre Heimstärke und gewannen bei minus elf Grad Celsius mit 2:1.

Zunächst hatte sich Frankfurts Neuer Amedick düpieren lassen und so die überraschende Gästeführung durch Kruppke mitverursacht. Kapitäns-Pendant Meier drehte die Partie bis zur 22. Minute jedoch mit zwei Kopfbällen (einmal nach Butscher-Flanke, einmal nach Köhler-Ecke) in ein 2:1 um – seine ersten Tore seit Oktober. Braunschweigs Bemühungen um den Ausgleich waren in der Folge wenig durchschlagskräftig, und so ist Frankfurt neuer Tabellenzweiter.

2:1 hieß es auch im Wildpark! Der KSC feierte gegen Aue die ersten Zähler unter Trainer Jörn Andersen nach fünf Niederlagen am Stück. Zu verdanken hatte das Kellerkind dies vor allem Debütant Calhanoglu, der drei Tage vor seinem 18. Geburtstag die beiden Treffer von Groß (22.) und Haas (55.) sehenswert vorbereitete. Aue konnte die frühe Führung nicht halten und machte aus der Drangphase in der Schlussphase zu wenig. Und das in Überzahl, weil Buckley Sekunden nach dem 2:1 nach einer Tätlichkeit gegen Hochscheidt vom Platz geflogen war.

Einen Platzverweis kassierte auch Bochums Trainer Andreas Bergmann – doch auch er verließ das Stadion als Sieger: Mit einem 2:1 machte der VfL Hansa Rostock (nun seit neun Spielen ohne Sieg) zum neuen Schlusslicht. Bergmann musste kurz vor der Pause auf die Tribüne, nachdem Hansa ein zweifelhafter Handelfmeter zugesprochen worden war. Doch alles nur halb so wild: Mintal schoss aus elf Metern daneben und vergab so den schmeichelhaften Ausgleich, nachdem Federico infolge eines Freistoßtricks die Bochumer Führung erzielt hatte. Den Rest übernahmen Debütanten: Erst traf Borg aus der Drehung zum 1:1 (63.), dann der eingewechselte Tese-Ersatz Gelashvili mit der Hacke zum Sieg (75.).

Am frühen Samstagnachmittag wollte Fortuna Düsseldorf den ersten Patzer der Aufstiegskonkurrenz aus Fürth nutzen und weiter davonziehen, doch für den Spitzenreiter sprang in Ingolstadt nur ein hart erkämpftes 1:1-Remis heraus. Die Oberbayern mussten sich zunächst der spielerischen Überlegenheit der Düsseldorfer beugen, doch gingen sie durch Ikengs Kopfballtor in Führung. Dabei machte die Hintermannschaft der Meier-Elf inklusive Torwart Ratajczak nicht die allerbeste Figur. Die Ingolstädter konnten das Spiel mit der Führung im Rücken offen gestalten, doch als Fink nach einer Hereingabe im Duell mit Biliskov zu Boden ging, gab es Elfmeter für die Gäste – diese Angelegenheit erledigte Langeneke gewohnt sicher, acht von acht Elfmetern hat der Routinier damit in dieser Runde verwandelt. Im zweiten Abschnitt wurde die Partie ruppiger und hektischer. Ein Opfer davon war der Fortuna-Kapitän Lambertz, der sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und vom Platz flog. In den verbleibenden 23 Minuten versuchte Ingolstadt den Sieg zu erzwingen, doch Düsseldorf brachte das 1:1 über die Zeit.

Im zweiten Samstagsspiel strauchelte ein weiterer Aufstiegsaspirant. Der FC St. Pauli verlor auf dem Aachener Tivoli mit 1:2 und machte keine Plätze gut. Der Sieg für die Westdeutschen war vor allem einer fulminanten Anfangsphase geschuldet, in der die Alemannen dank Auers Elfmeter und Demais Schlenzer per Doppelschlag mit 2:0 in Führung gingen. Noch in der ersten Hälfte rappelten sich die Hamburger aber auf und Boll leitete die Aufholjagd ein. Belohnt wurde diese aber nicht mehr. Zwar hatte die Schubert-Elf im zweiten Abschnitt deutliche Vorteile, doch fanden die Kiez-Kicker fast keine Lücken im dichten Bollwerk der Westdeutschen.

Zum Sprung an die Tabellenspitze wollte die SpVgg Greuther Fürth zum Auftakt des 20. Spieltags am Freitagabend ansetzen, doch Dresden hielt die Franken mit einer engagierten Leistung einfach fest. Die Elf von Trainer Mike Büskens präsentierte sich in der Offensive harmlos, Dynamo nutzte dagegen früh einen Stellungsfehler in der SpVgg-Hintermannschaft – und wie! Einen weiten Pass aus der eigenen Hälfte nahm Koch direkt aus der Luft und hob den Ball über Schlussmann Grün hinweg. Fürth fiel in der Folge nicht wirklich was ein – auch nicht nach dem zweiten Gegentreffer in Durchgang zwei. Als eine verunglückte Flanke zum 1:2 im Tor landete, hofften die Gäste auf mehr, doch Dedic machte den Sack für Dresden zu. Zudem vergab Nehrig einen Elfmeter. Ein Dämpfer für Fürth. Dynamo-Coach Ralf Loose, der am Donnerstag seinen Vertrag bis 2014 verlängert hat, kann mit den Sachsen beruhigt in die nächsten Spiele gehen.

Paderborn erwischte gegen Union Berlin einen Auftakt nach Maß ins neue Jahr und setzt sich nach dem 16. Spiel ohne Niederlage in Serie und mit dem sechsten Heimsieg in Folge oben fest. Der fiel allerdings glücklich aus. Der SCP ging durch einen fragwürdigen Elfmeter in Führung, Union dagegen wurde in einer rasanten Partie ein Handelfmeter beim Stand von 1:1 verweigert. Der Treffer zum 2:1 fiel kurios, das 3:1 durch einen sehenswerten Freistoß von Meha. Nach Silvios sechstem Saisontreffer zitterten sich die Ostwestfalen in Überzahl zum Dreier. Die "Eisernen" bleiben auf neun Auswärtszählern sitzen.

Unter Oliver Reck hat sich der MSV Duisburg vor der Winterpause stabilisiert, nach dem 1:2 gegen den FSV Frankfurt müssen sich die "Zebras" aber wieder verstärkt nach unten orientieren. Ganze 18 Minuten brauchte Micanski, ehe der aus Kaiserslautern ausgeliehene FSV-Neuzugang erstmals traf, nachdem Brosinski für den MSV zwei klasse Einschussmöglichkeiten ungenutzt gelassen hatte. In der höhepunktreichen Partie kam die Reck-Elf kurz nach der Pause nach einem Klandt-Patzer zum Ausgleich, doch Micanski bescherte mit seinem zweiten Tor Benno Möhlmann einen glänzenden Einstand. Der FSV beendet eine Serie von neun sieglosen Spielen und atmet im Abstiegskampf durch.

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Djokovic, Cheruiyot und Barça schnappen sich den “Laureus”

February 6th, 2012

Ein Tennisspieler, eine Dauerläuferin und ein Fußballmannschaft waren die großen Gewinner bei den 13. Laureus Awards in London. Novak Djokovic wurde bei den Herren zum Weltsportler des Jahres gewählt und löste damit einen Kollegen aus seiner Sportart ab. Bei den Damen machte die Langstreckenläuferin Vivian Cheruiyot das Rennen, beim besten Team fiel die Wahl einmal mehr auf den FC Barcelona. Auch jede Menge Deutsche waren nominiert, gingen aber leer aus.

Djokovic hatte 2011 neben Wimbledon auch die Australian Open in Melbourne und die US Open in New York gewonnen. Der Serbe löste damit seinen unterlegenen Konkurrenten bei den Australian Open 2012, Rafael Nadal, ab. Cheruiyot war inklusive eines Crosslauf-Titels 2011 sogar dreifache Weltmeisterin (5000 und 10000 Meter) geworden.

Deutsche Sportler schauten bei den diesjährigen "Sport-Oscars" in die Röhre. Bis zuletzt galt Windsurf-Weltmeister Philip Köster als Favorit im Bereich Action-Sport und wäre seit der erstmaligen Laureus-Vergabe 2000 der insgesamt sechste deutsche Sieger gewesen – Surf-Weltmeister Kelly Slater (USA) schnappte ihm den Laureus aber vor der Nase weg. Nominiert worden waren auch Deutschlands "Sportler des Jahres", Basketball-Weltstar Dirk Nowitzki, sowie der zweimalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Sie setzten sich bei den Männern ebenso wenig durch wie Jamaikas Sprintstar Usain Bolt oder der dreimalige Welt-Fußballer Lionel Messi (Argentinien).

Auch bei den Frauen gingen namhafte Sportlerinnen leer aus. In der durch weltweit 150 Journalisten vorgenommenen Vorauswahl scheiterten Alpin-Gesamtweltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch und Tschechiens Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Die Gewinner wurden durch die 47 Mitglieder der Laureus World Sports Academy unter Vorsitz des früheren 400-m-Hürden-Stars Edwin Moses (USA) bestimmt. In der Kategorie Behindertensport lag Südafrikas "Bladerunner" Oscar Pistorius vorn. Den Sonderpreis für das Lebenswerk erhielt der englische Fußball-Star Bobby Charlton, Weltmeister von 1966.

Lediglich fünf Deutsche durften sich mit dem Laureus bisher schmücken. Erster war der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher 2002 und erneut 2004. Ihm folgten jeweils 2007 Martin Braxenthaler als Behindertensportler und das für sein Lebenswerk geehrte Fußball-Idol Franz Beckenbauer. 2011 war die Auszeichnung für den Durchbruch des Jahres an Golfstar Martin Kaymer und im Behindertensport an Paralympics-Siegerin Verena Bentele gegangen.

Die Einnahmen aus den Laureus World Sports Awards kommen der Laureus Sport for Good Foundation zugute und stellen die Grundlage für die Arbeit der Stiftung dar. Diese unterstützte bisher weltweit in 91 sportbezogenen Sozialprojekten eineinhalb Millionen junge Menschen mit 40 Millionen Euro.

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Calhanoglu erinnert an Özil

February 6th, 2012

Sechs Spiele musste KSC-Trainer Jörn Andersen auf den ersten Sieg warten, mit dem 2:1 gegen Aue gelang ihm der erste Dreier im Kampf um den Klassenerhalt. "Der einzige schwarze Fleck ist ein erneutes Gegentor nach Standards", meckerte Torhüter Dirk Orlishausen, der beim Gegentreffer allerdings auch nicht gut aussah.

"In Unterzahl war es später eine taktische Meisterleistung. Mir fällt ein Stein vom Herzen", freute sich Andersen. Als Schlüssel zum Sieg erwies sich neben den recht ordentlichen Neuen Soumaré, Rada und Charalambous ein Akteur, den Andersen aus der eigenen Jugend ins kalte Wasser geworfen hatte: Hakan Calhanoglu.

Der 17-Jährige, der am kommenden Mittwoch seinen 18. Geburtstag feiert, spielte unbekümmert auf und bereitete bei seinem Zweitligadebüt beide Treffer mit Übersicht vor. "Er hat Dinge drauf, die kannst du nicht lernen. Er hat mich heute an den jungen Mesut Özil erinnert", lobte Andersen seinen jungen Debütanten.

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Bayern verhandeln mit Shaqiri – Usami vor Abschied

February 6th, 2012

Die Bayern haben den kleinsten Kader in der Bundesliga und gehören aber zu den Teams mit den meisten Einsätzen. Trotzdem wurde personell in der Winterpause nicht nachgelegt. Franck Ribery kritisierte erst vor wenigen Tagen, dass man keine richtig gute Bank habe. Wird man in München für die kommende Saison breiter aufgestellt sein? Der erste Neuzugang scheint jedenfalls bereits festzustehen – und mit Takashi Usami wohl ein weiterer Abgang.

Nach kicker-Informationen haben sich die Klubverantwortlichen und Xherdan Shaqiri (20) vom FC Basel so gut wie auf einen Wechsel im Sommer geeinigt. Die Ablösesumme für den beidfüßigen Offensivspieler soll sich zwischen zehn und zwölf Millionen Euro bewegen (Vertrag in Basel bis 2014).

In dieser Woche könnte schon die Vertragsunterschrift erfolgen. Der Schweizer Nationalspieler wäre damit die erste Neuverpflichtung für die neue Saison und würde die Lücke füllen, die in den Planungen durch die Absage von Reus entstanden ist.

Shaqiri verfügt über einen exzellenten linken Fuß, spielt derzeit im rechten Mittelfeld und hatte zuletzt ein Angebot von Galatasaray abgelehnt. Der Rekordmeister hatte die Gespräche forciert, damit vor den Begegnungen in der Champions League alle Weichen gestellt sind. Denn am 22. Februar müssen die Bayern im Achtelfinale bei den Schweizern ran. Unterschätzen sollte das Team von Trainer Jupp Heynckes den aktuellen Tabellenführer aus der Schweiz jedenfalls nicht. In der Gruppenphase scheiterte immerhin Manchester United an Basel.

Für Takashi Usami wird das Abenteuer FC Bayern hingegen bald vorbei sein. Offensichtlich hat der Rekordmeister die bis zum 31. Januar laufende Option nicht wahrgenommen, ihn fest zu verpflichten, vielmehr wurde mit Gamba Osaka über eine Verlängerung des Ausleihgeschäfts verhandelt – doch die Japaner lehnten ab.

"Dieses Mal ist die Entscheidung des FC Bayern so ausgefallen, dass man mich nicht kaufen wollte", so Usami, der noch auf ein Hintertürchen hofft, gegenüber der japanischen Sportzeitschrift "Sports Hochi". Auf Nachfrage, ob er denn in Europa bleiben wolle, sollte er Bayern verlassen, antwortete er: "Ja, das will ich. Ich suche mir eine gute Mannschaft in Europa, die mich haben will. Ich denke, es ist sicher, dass ich Bayern verlasse."

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Bunjaku will verlängern – Schäfer fordert “Geilheit”

February 6th, 2012

Es war durchaus ansehnlich, was Nürnberg über weite Strecken gegen Borussia Dortmund ablieferte. Die Westfalen hätten sich über einen frühen Rückstand nicht beschweren dürfen, doch Chancen wurden leichtfertig liegengelassen, was Keeper Raphael Schäfer von hinten mit Entsetzen beobachtete. Albert Bunjaku wäre vielleicht einer, der Abhilfe schaffen könnte, er kam aber wieder nur einige Minuten zum Einsatz – worüber er nicht allzu glücklich ist.

Gespielt hat Bunjaku zwar in allen drei Rückrundenpartien, über Kurzeinsätze kam er aber nicht hinaus. Keine angenehme Situation für den Schweizer, spielt er beim Club doch auch um einen neuen Vertrag. Sein derzeitiges Arbeitspapier läuft schließlich zum Saisonende aus. "Schade, ich bin gut drauf, aber leider spiele ich ein bisschen wenig", erklärte er gegenüber dem kicker. Viel Glück hatte er bei seinen Kurzauftritten jedenfalls nicht, der zwölfmalige Torschütze der Saison 2009/10 setzte kaum Akzente. "Ich gebe alles und versuche, etwas zu reißen, aber dafür braucht man das nötige Glück", so Bunjaku.

Dabei könnte der Club in der Abteilung Attacke etwas mehr Schwung gut gebrauchen. Ganze 19 Saisontore belegen dies, nur der 1. FC Kaiserslautern (15) traf seltener ins Schwarze. "Das ist sehr, sehr ärgerlich, wir haben eine große Chance liegen gelassen," so Keeper Raphael Schäfer. "Wir müssen daran arbeiten, wieder die Geilheit auf Tore zu bekommen und den Ball auch mal durchs Netz schießen."

Diese Geilheit ließ zuletzt vor allem Tomas Pekhart vermissen, lediglich ein Tor erzielte der Angreifer in den vergangenen elf Bundesligapartien. Im Hannover durfte sich zuletzt Alexander Esswein für den Tschechen von Beginn an für 45 Minuten versuchen – schlägt nun vielleicht Bunjakus Stunde am Sonntag beim wichtigen Spiel in Augsburg? "Ich will zeigen, dass man mich nicht abschreiben sollte und ich nicht in Vergessenheit geraten darf", so der 28-Jährige, der "auf jeden Fall" gerne in Nürnberg verlängern möchte. Der Verein will jedoch erst Gespräche führen, wenn der Klassenerhalt gesichert ist.

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Klimovets kommt in Wetzlar unter

February 6th, 2012

Andrej Klimovets, 37-jähriger Kreisläufer und Weltmeister von 2007, wechselt zur HSG Wetzlar und soll dort mithelfen, den Ligaverbleib zu sichern. Der Ex-Nationalspieler (71 Länderspiele) unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende und soll bereits am Mittwoch gegen Frisch Auf Göppingen sein Debüt für Wetzlar geben.

"Ich freue mich sehr, dass Wetzlar mir die Chance gibt, wieder in der Bundesliga zu spielen. Ich habe den Klub und die Mannschaft in den vergangenen Tagen kennengelernt und fühle mich hier sehr wohl", sagte der zuletzt vereinslose Klimovets, der sich "sehr auf die tollen Fans in der Rittal Arena" freut.

"Wir hatten Andrej Klimovets seit einigen Tagen im Probetraining. In dieser Zeit hat er bei uns einen sehr positiven Eindruck hinterlassen und unter Beweis gestellt, dass er der HSG Wetzlar mit seiner Erfahrung im Kampf um den Klassenerhalt auch kurzfristig weiterhelfen kann – allen voran in der Abwehr", freut sich Aufsichtsratssprecher Manfred Thielmann über den Neuzugang, der die derzeitige Personalmisere der HSG etwas lindern soll. "Wir haben derzeit einige verletzungs- oder krankheitsbedingte Probleme, auch auf der Kreisposition. Deshalb galt es für uns zu handeln, denn wir haben wichtige Wochen vor uns, in der es gilt weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln", so Thielmann auf der vereinseigenen Website.

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